Firmengeschichte im Überblick
Vorgeschichte: Am 1. April 1975 beginnt Firmengründer Heinrich Holinger seine Lehre als Elektromonteur bei der damaligen AUTOPHON AG in Basel. Am gleichen Tag beginnt auch die Besetzung des AKW-Bauplatzes in Kaiseraugst. Nicht gerade zur Freude seines Lehrmeisters, aber immerhin toleriert, fährt H. Holinger in den folgenden Wochen nach Feierabend auf das Gelände und übernachtet zum Teil auch dort. Die Anti- AKW-Bewegung hat H. Holinger wesentlich geprägt.
1986
Nach Abschluss der Ausbildung zum eidg. diplomierten Elektroinstallateur gründet H. Holinger sofort seine Einzelfirma für Solar- und Elektroinstallationen, mit Standort im Elternhaus an der Rheinstrasse 17 in Liestal.
Ab 1986 ist H. Holinger aktiver Mitveranstalter der TOUR DE SOL.
1987
1987 folgen die ersten Aufträge in der „Herzblut“-Sparte Solarstrom-Anlagen. Zahlreiche Anlagen als sogenannte Insel-Anlagen (autarke Anlagen mit Batterie-Pufferung) können verkauft und installiert werden. Erste Kunden sind SAC-Hütten.
1988
1988 wird die erste Solarstrom-Anlage mit Netzeinspeisung gebaut. Auftraggeber ist die 1985 gegründete ADEV (Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung, Liestal). Diese ist ihrerseits u.a. ein "Kind" der Kaiseraugst-Bewegung.
Im Herbst 1988 unterzeichnet H. Holinger den ersten Distributionsvertrag mit BP SOLAR Madrid für den exklusiven Vertrieb der BP-Module in der Schweiz.
1989
Produktion von 50 "Energiekoffern", eine transportable 12V-Solar-Stromversorung für Beleuchtung, Radio, Klein-TV etc. (damals gab es noch keine Laptops). Diese Koffer werden in Zusammenarbeit mit der damaligen Drogen-Rehabilitierung "Kleine March" in Reigoldswil produziert.
Ebenfalls 1989 entwickelt und installiert H. Holinger im Auftrag der ADEV die welterste Solartankstelle "Park + Ride" beim Bahnhof Liestal.
1990
Umwandlung der Einzelfirma in die HOLINGER SOLAR AG.
Die Firma wechselt an der TOUR DE SOL ins "Fahrerlager" und nimmt zum ersten Mal mit einem "Pinguin 7" teil; das erste Serien-Elektromobil mit einem Asynchron-Motor.
Sylvia Berta tritt als Sekretärin und Buchhalterin in die Firma ein.
1991
Ab 1991 beginnt HOLINGER SOLAR AG auch mit der Installation von thermischen Solaranlagen für Brauchwasser-Erwärmung und Heizungsunterstützung. Die ersten Anlagen werden mit SOLAHART-Kollektoren ausgeführt.
1992
Mit Unterstützung des kantonalen Amtes für Umweltschutz und Energie und mit INGENO AG als Sponsor baut HOLINGER SOLAR AG als einer der ersten die Natrium-Schwefel-Hochenergie-Batterie von ABB in ein Elektrofahrzeug ein und unternimmt damit u.a. Langzeit-Versuche. H. Holinger fährt mit dem Fahrzeug den inoffiziellen Weltrekord von 256km mit einer Batterieladung und nimmt erfolgreich an Solarmobil-Rallyes im In- und Ausland teil.
1993
1993 baut HOLINGER SOLAR AG die 40.3 kWp-Anlage auf dem Ausbildungszentrum des Bankvereins in Basel (heute UBS). Für die damalige Zeit ist das eine "riesige" Anlage. Die UBS hat ein Umwelt-Leitbild, in dem die Förderung von Solaranlagen ein wichtiger Bestandteil ist.
1994
Das Jahr 1994 ist geprägt durch die erfolgreiche Teilnahme an diversen Solarmobil-Ralleys im In- und Ausland.
 
1995
1995 wird das 4-Familien-Solarhaus in Oberdorf bezogen. Das Gebäude war eine Pioniertat und ist noch heute eine Inspiration für Bauherren und Architekten. Der Erhalt des Schweizer Solarpreises 1995 ist die Krönung des Projekts.
Noch im selben Jahr wird die erste Regenwasser-Nutzungsanlage in diesem Gebäude installiert.
1996
1996 erhält HOLINGER SOLAR AG den bisher grössten Einzelauftrag von der UBS (Auftragssumme über 2 Mio). Die UBS erstellt in Suglio / Manno (Tessin) ein Niedrig-Energie-Dienstleistungsgebäude mit insgesamt 136 kWp Solarstromanlagen (ca 1‘000 m2). Für die Flachdachanlage wird erstmals die SOFREL - Unterkonstruktion verwendet (Aufkleben von rahmenlosen Modulen auf speziell produzierte Betonsockel).
1997
Ein weiterer spektakulärer Auftrag ist jener der Stadtmühle Zürich (heute Coop) mit Solarstrom­anlagen von total 32 kWp. Für die Fassadenanlage mit den hohen Windlasten auf 50 m musste eine spezielle Montagetechnik entwickelt werden.
1998
Konzeption, Lieferung und Bau der Solartankstelle beim Hotel Hilton in Basel. Das Hotel verfügt über mehrere eigene Elektrofahrzeuge und betreibt eine öffentliche "Tankstelle" für E-Mobile und eine dazugehörende Solaranlage mit Netzeinspeisung.
1999
Unterzeichnung Distributionsvertrag mit CONSOLAR GmbH (Lörrach / Frankfurt). Die Firma ist eine der innovativsten Anbieter von thermischen Solaranlagen für Brauchwasser und Heizungsunterstützung und fabriziert auch diverse OEM–Solarspeicher für andere Anbieter. Der Vertrag ermöglicht einen alleinigen Vertrieb der Produkte in der Schweiz.
BP SOLAR beginnt die internationale Kampagne SUN FLOWER mit Solaranlagen auf Tankstellen. Die erste Anlage in der Schweiz wird in Oftringen installiert.
2000
H. Holinger übernimmt das Präsidium für das Komitee 3xJa Nordwestschweiz. Mit einem Budget von rund SFr. 100‘000 wird eine wie üblich deutlich höhere Zustimmung als in der übrigen Schweiz erreicht, gereicht hat es trotzdem nicht, alle Vorlagen werden vom Souverän verworfen. Der Höhepunkt war das Sonnen-Festival auf dem Barfüsserplatz am 24. September 2000.
2001
Lieferung und Bau unserer bisher grössten thermischen Solaranlage für die absorbtionsgestützte Klimatisierung eines Ton-Studios in Basel. Diese Technik erlaubt die weitgehende Zeitgleichheit von solarem Angebot und Kühlungsbedarf.
2002
Ab 2002 übernimmt die Firma die Distribution von Produkten der Otto Graf GmbH in Teningen-D. Die Firma ist ein renommierter Hersteller von Kunststoff-Tanks und Zubehör für Regenwasser-Nutzung und anderen Wasser- und Versickerungssystemen. Im ersten Jahr können bereits ein Dutzend Anlagen verkauft und z.T. auch installiert werden.
Die Firma erwirbt ein brandneues, 5-plätziges Hybrid-Elektrofahrzeug RENAULT KANGOO ELECTRIC (Vmax 120km/h, Reichweite max. 80/160km).
Stefan Eichenberger tritt der Firma als Servicetechniker bei.
2003
Im August erfolgt der Spatenstich zum WATTWERK. Die Firma übernimmt die Distribution von RIKA-Pellet- und Holzfeuerungen (Luft- oder Zentralheizungsgeräte).
 
2004
Umzug ins brandneue PLUS-ENERGIE-Gebäude WATTWERK. Eine weitere 80% Stelle wird geschaffen. Niggi Lehmann übernimmt den Bereich Regenwasser-Nutzung und Pelletfeuerungen.
2005
Die HOLINGER SOLAR AG verdoppelt ihr Aktienkapital und erreicht zum ersten Mal einen Umsatz von über SFr. 5 Mio.
Für das WATTWERK – Gebäude erhält die Firma in diesem Jahr den Schweizerischen Solarpreis.
2006
Im Sommer feierte die Firma ihr 20-Jähriges Bestehen. Neu mit dabei ist Urs Kapp, der den Bereich termische Solaranlagen betreut.
In diesem Jahr erreichte HOLINGER SOLAR AG erstmals einen Netto-Umsatz von mehr als  5 Mio. SFr. Im selben Jahr verdoppelte die Firma ihr Aktienkapital.
Das Firmeneigene Elektromobil MINI EVERGREEN erhält NiCa-Batterien (Reichweite 150 km) und erreicht 150‘000 km!
2007
Zum ersten Mal verkaufte HOLINGER SOLAR AG über 60 Regenwasser-Nutzungsanlagen. Alle paar Wochen fährt ein Lastwagen der Firma Garf vor dem Wattwerk mit Tanks von jeweils total rund 75‘000 Liter Volumen. Die Akzeptanz und Einsicht zu dieser Technik steigen kontinuierlich.
2008
Der Bund setzte das  EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) bzw. die Verordnung dazu  in Kraft. Per 1.5.2008 konnten erstmals Gesuche für die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung) eingereicht werden. Diese treffen bei swissgrid waschkorbweise ein. Auch HOLINGER SOLAR AG und viele Kunden gehören zu den Erst-Gesuchstellern.
2009
In diesem Jahr erreichte die HOLINGER SOLAR AG folgende «Meilensteine»:
- Die gesamthaft verkauften Sonnenkollektoren überstiegen die Menge von 2000 m (ohne unverglaste Schwimmbadabsorber). Diese erzeugen rund 1 Mio. kWh pro Jahr und sparen entsprechend 150 Tonnen CO2 ein pro Jahr.
- Die gesamthaft verkauften Photovoltaik-Leistung überstieg die Menge von 3 MW (nur Netzeinspeisung, ohne Insel-Anwendung). Diese erzeugen fast 3 Mio. kWh pro Jahr (entspricht dem Verbrauch von rund 1000 Haushaltungen).
2010
Die Belegschaft der HOLINGER SOLAR AG nähert sich der Zahl 20. Einige neue Stellen konnten in diesem Jahr geschaffen werden. Das vorher vermietet Grossraumbüro im ersten Stock des Wattwerks dient jetzt als Ausstellungs- und Schulungsraum.